Feigenbaum

Feigenbaum

Kaufen und Pflege

Der Feigenbaum



Der Feigenbaum, auch ficus carica gehört zur Familie der Maulbaumgewächse und hat seinen Platz in den heimischen Gärten, aber auch in Pflanzkübeln auf der Veranda gefunden. Es gibt aber noch andere Ficusarten die man auch als Zimmerpflanze auf der Fensterbank stehen lassen kann. Im Garten wachsen die echten Feigenbäume zu Bäumen die mehrere Meter hoch werden und über einen üppigen Blattwuchs verfügen, aber auch als hochgewachsener Strauch kann der Feigenbaum seinen üppigen Wuchs entfalten und mehrmals im Jahr auch Früchte tragen. Sieht man unreife grüne Feigen am Stamm, so sind sie nur der Blütenstand und die Blüte befindet sich in ihrem Inneren. Sollen diese befruchtet werden, so muss eine Feigengallwespe den Weg der unreifen grüne Feige kreuzen und sie bestäuben. So bestäubt können die essbaren Früchte entstehen, die immer häufiger auch in der deutschen Küche auf dem Teller landen. Die neuen Zuchtarten des Feigenbaums sind aber alle jetzt selbstbestäubend.

Als Heilpflanze, aber auch als Giftpflanze bekannt, da der Genuß der Blätter zu Magenverstimmungen führen kann, weil sie ein Gift mit dem Namen Furocumarine enthalten. Ihre Früchte dagegen sind genießbar und haben sogar heilende Wirkung. Sie enthalten Fruchtsäuren, die die Darmbewegung anregen und damit eine wohltuende Wirkung gegen Verstopfung haben. Der Ursprung dieser Pflanze wird im asiatischen Raum vermutet und auf dem europäischen Kontinent scheint es immer mehr Regionen zu geben wo sie angepflanzt wird. Ob in südlichen Ländern, aber auch in Deutschland, England oder Skandinavien, überall hat der Gärtner diese Strauch- und Baumart für seinen Garten entdeckt.

Wer den Feigenbaum anpflanzen will, der muss einen lehmhaltigen Boden haben, aber auch leicht saure und nährstoffreiche Erde lässt den Feigenbaum gut gedeihen. Eine Pflanze wie der Feigenbaum bevorzugt regenarme Gebiete. So sollte der Hobbygärtner darauf achten, den Feigenbaum an einer Stelle zu pflanzen, wo keine Staunässe oder übermässige Feuchtigkeit entstehen kann. Für den Feigenbaum sollte der Gärtner in seinem Garten ein Tonne für Regenwasser stehen haben, denn diese Pflanze bevorzugt kalkfreies Wasser. Ein geschützter Platz im Garten sollte vor dem Anpflanzen gesucht werden, da der Feigenbaum nicht gerne in windigen Ecken steht und vor allem kalte Windeinwirkung nicht vertragen kann. Was das Klima betrifft, so wünscht sich der Feigenbaum einen warmen, sonnigen Platz und nicht zu kalte Winter. Diese Pflanze kann zwar Temperaturen bis minus 15 Grad vertragen, aber das sind erst die neuen frostharten Sorten.

Betrachtet man sich die Blätter des Feigenbaums so stellt man fest, dass sie auf der Rückseite dunkler sind als auf der Vorderseite. Ihre Farbe ist also je nach der betrachteten Seite ein dunkles oder helleres Grün. Im Herbst verliert auch der Feigenbaum sein Blätter und so sieht man am besten wie krumm der Stamm einer solchen Pflanze wachsen kann. Ist der Stamm auch oftmals sehr krumm gewachsen, die Krone wächst sehr ausladend und bietet im Sommer einen üppigen grünen Anblick. Der Feigenbaum kann gelegentlich beschnitten werden, wobei die beste Zeit für das Beschneiden die Monate Februar und März sind.

Wie alle Pflanzen kann auch der Feigenbaum von Krankheiten befallen werden, so sollte der Hobbygärtner auf ausfallende Blätter oder Flecken auf den Blättern achten und auch abfallende Früchte können Folge einer Erkrankung sein. Kann dies alles durch Fehler bei der Pflege entstehen, so können aber auch Schädlinge schuld am schlechten Zustand der Pflanze sein. So kann man hier oftmals Spinnmilben finden, die aber mit geeigneten Mitteln wieder entfernt werden können, wobei es immer mehr biologische Mittel für die Bekämpfung gibt.

Die einst eher mediterrane Pflanze erfreut sich immer größerer Beliebtheit in deutschen Gärten und durch die neuen Zuchtarten kann sich der Feigenbaum immer mehr den Gegebenheiten in Ländern anpassen, die nicht gerade durch ständige hohe Temperaturen überzeugen.